Die beiden hätten auch über nukleare Rüstungskontrolle gesprochen, zum Beispiel über den 2021 auslaufenden Vertrag New Start, meldete die Agentur Tass am Donnerstag. Patruschew sprach von einem konstruktiven Gespräch ohne Vorwürfen von Seiten der Amerikaner. Er habe Bolton nach Moskau eingeladen. Einen Termin gebe es aber noch nicht.

Differenzen über die russische Einmischung im US-Wahlkampf hätten allerdings eine gemeinsame Erklärung verhindert, sagte Bolton. Er habe darauf bestanden, das Thema zu erwähnen, und daran sei eine gemeinsame Erklärung gescheitert. Mit Blick auf die Kongresswahlen im November sagte Bolton: "Ich habe klar gemacht, dass wir keine Einmischung tolerieren werden und dass wir bereit sind, Schritte einzuleiten, um das zu verhindern."

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist derzeit so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten hat Russland versucht, auf die Präsidentschaftswahl 2016 Einfluss zu nehmen. Moskau hat das dementiert.