Nach 38 Jahren verlässt die  «MS Lällekönig» Basel. Dies berichtete Radio Energy am Freitagmorgen. Das Schiff der Basler Personenschifffahrt wurde nach Deutschland an die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt verkauft.

Der Lällekönig wird also von seinem neuen Heimathafen Düsseldorf aus weiterhin auf dem Rhein unterwegs sein, aber auch auf dem Main und der Mosel. Die Flotte der Deutschen Rheinschifffahrt ist deutlich grösser als die in Basel: Sie umfasst derzeit zwölf Schiffe, das grösste davon hat eine Kapazität von 1650 Passagieren.

Der Name könnte bald der Vergangenheit angehören

Der Verkauf des Schiffes hatte sich schon länger abgezeichnet. Das liegt daran, dass das Schiff für die Bedürfnisse der Basler Personenschifffahrt eher zu klein ist, das Schiff aber gleichzeitig kein klassisches Postkartensujet ist, wie zum Beispiel die «MS Baslerdybli». Das Basler Dybli soll übrigens einem Verein überführt werden – analog der «Dante Schuggi» bei den Trams.

Der ursprünglich angedachte Verkaufspreis von 100'000 Franken wurde laut Peter Stalder, dem Geschäftsführer der Basler Personenschifffahrt, «deutlich übertroffen». Die «MS Lällekönig» wird von der Deutschen Rheinschifffahrt generalüberholt und danach in Betrieb genommen - dass sie dabei umbenannt wird, ist nicht auszuschliessen.

Der Lällekönig kann auf seiner Reise am 26. Oktober bis nach Worms begleitet werden. Der Reiseanbieter «Eurobus» bietet für knapp 400 Franken einen dreitägigen Ausflug an.

Die «MS Rheinfelden» ist jetzt «Gräfin Emma»

Auch andere ausrangierte Schiffe der Basler Personenschifffahrt sind in Deutschland unterwegs. Die «MS Rheinfelden» mit Baujahr 1925 war bis 1992 im Einsatz und wurde danach verkauft. Sie ist bis heute im Einsatz im norddeutschen Bremen. Dort kennt man sie allerdings unter ihrem neuen Namen «Gräfin Emma».

Das letzte Schiff, das die Basler Personenschifffahrt verkauft hatte, war die «Stadt Basel». Sie fährt unter dem Namen «Stadt Rees» in der gleichnamigen deutschen Kleinstadt.