Das Bündnis begründete seinen Antrag zur Streichung von der Traktandenliste mit einem angekündigten Referendum gegen die SV 17, die derzeit im Bundesparlament beraten wird.Es sei noch völlig offen, ob und wann das Geschäft auf Bundesebene durchkommt. Ein Entscheid über eine kantonale Umsetzung wäre "eine Panikreaktion".

Das Bündnis befürchtet weit grössere Steuerausfälle für den Stadtkanton als bisher angenommen. Es verweist auf manche Gemeinden in der Waadt, die nun ihre Steuern erhöhen müssten, weil dort die kantonale Umsetzung mit Steuersenkungen schon laufe, bevor die Bundesvorlage mit Ausgleichsmechanismen unter Dach ist.

Finanzdirektorin Eva Herzog konterte, der Grosse Rat solle mit der Zustimmung zur kantonalen Umsetzung jetzt "alle Optionen offen" lassen für den Fall, dass in Bern die Bundesvorlage durchkommt. Basel-Stadt sei mit seiner Wirtschaftsstruktur "sehr exponiert" und sollte dann keine Zeit verlieren.

Gemäss Herzog sollen bei der Annahme der kantonalen Umsetzungsvorlage die natürlichen Personen schon per 2019 von Steuersenkungen profitieren. Die Anpassungen für die juristischen Personen zum richtigen Zeitpunkt in Kraft zu setzen stünde dann in der Kompetenz der Kantonsregierung.