Der verschollene Basler Umweltaktivist Bruno Manser hat durchaus Chancen. Die zuständige Nomenklaturkommission habe ihn bereits «als für eine Basler Strassenbenennung grundsätzlich geeignete Persönlichkeit eingestuft», erklärt die Basler Regierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage von LDP-Grossrat Raoul Furlano.

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Vorerst wird allerdings nichts daraus. Umbenennungen von Strassen oder Plätzen gebe es nur selten. Zudem würden in Basel Personennamen bei der Strassenbenennung eher zurückhaltend eingesetzt. Ein solcher müsse sich, wie jeder andere Name, zu der zu benennenden Örtlichkeit beziehungsweise deren Umgebung passen – und sich erst noch gegen sämtliche Konkurrenz durchsetzen.

Gleichzeitig sei es nicht möglich, an die Nomenklaturkommission herangetragene und von ihr als grundsätzlich geeignet angesehene Benennungsvorschläge sofort und den Wünschen entsprechend umzusetzen. Schliesslich sollen die Basler Strassennamen im Gesamtkontext stimmig sein, erklärt die Regierung.

Für LDP-Grossrat Furlano würde es «unserer Stadt gut anstehen, wenn eine Strasse, eine Gasse oder ein Platz in Basel nach Bruno Manser benannt würde». Schliesslich sei sein Name eng mit Basel verbunden. Trotz grundsätzlicher Eignung blieben aber doch noch immer zahlreiche Hürden zu überspringen. Denn für die Basler Regierung steht fest: «Bei der Benennung von Strassen besteht ein deutlicher Nachholbedarf bei der Berücksichtigung von weiblichen Persönlichkeiten.»