Seit Juni sind die herrchen- und frauchenlosen Katzen und Hunde der Region im neuen Heim im Basler Breite-Quartier untergebracht. Zur Ruhe sind sie im Tierheim an der Birs bisher aber nicht gekommen, wie ein Brief an die Gönner der Stiftung Tierschutz beider Basel (TBB) offenbart. Und es dröhnt nicht nur der Baulärm.

Die aktuelle Ursache für die Unruhe sind Recherchen der «Basler Zeitung». Die Stiftung schreibt, die Zeitung, die bereits anonym vertragene Kritik von Anwohnern kolportiert hat, wolle weiter eine «negative Stimmung verbreiten» und die Geschäftsführung diskreditieren. «Haltlose Vorwürfe» stünden im Raum. Stiftungspräsident Jascha Schneider hat beim Basler Zivilgericht dagegen eine einstweilige Verfügung beantragen lassen, die gemäss seiner Auskunft am vergangenen Freitag vollumfänglich gutgeheissen worden ist: Die BaZ darf derzeit nicht über die Vorwürfe berichten. Der zuständige Redaktor hatte bis am Montag Mittag allerdings keine Kenntnis davon.

Der Unbill knüpft an eine Reihe von Negativmeldungen an, die mit dem Umzug vom Münchensteiner Provisorium in den Neubau verbunden sind. Die «Tageswoche» machte publik, dass das Veterinäramt für einige Räume keine definitive Betriebsbewilligung erteilte, weil zu wenig Tageslicht einstrahlt. Mit einer Verspiegelung werde der Planungsfehler korrigiert, erklärt die Stiftung. Der Konkurs eines Lieferanten verursacht Probleme bei der Klimaregulierung. Aufgrund der sommerlichen Hitze konnte der Aussenbereich nicht begrünt werden und wegen einer Bauverzögerung fehlen sichernde Geländer.

Der Umzug führte auch zu atmosphärischen Störungen innerhalb der Belegschaft. Eine Moderation musste bemüht werden, zwei Mitarbeiter kündigten, einem Mitarbeiter wurde in der Probezeit gekündet.

Der ursprünglich Eröffnungstermin vom 1. September wurde bereits vor einiger Zeit abgesagt. Nun steht der neue: Am 18. Mai 2019 wird das Tierheim feierlich eröffnet.