Am Ebenraintag 2018 stand am Sonntag das Gemüse im Mittelpunkt. Unter dem Titel «Von Blatt bis Wurzel» wurde gezeigt, wie man vom Gemüse mehr essen kann, um dabei weniger wegzuwerfen. Das Thema und der Bauernmarkt lockten über 6500 Besucherinnen und Besucher nach Sissach ins Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung, teilte der Ebenrain in einer Medienmitteilung mit.

Diese zitiert Ebenrain-Chef Lukas Kilcher: «Wer sich im Supermarkt an den vollen Gemüseregalen mit glänzenden Topprodukten bedient, kann sich nicht vorstellen, wie gross die Mühen, Rüstarbeiten und Verluste mit all jenen Produkten sind, bis sie es ins Regal geschafft haben.» Kilcher forderte deshalb spezielle Wertschätzung für regionale Nahrungsmittel und Solidarität mit den Bauern.

Am Ebenraintag kochte die Künstlerin und Köchin Sandra Knecht vom temporären Basler Gasthaus Chnächt Mais von Haar bis Blatt. Julie Jaberg, Küchenchefin im Gasthof Neubad in Binningen, verarbeitete Radieschen bis zur Wurzel. Die Autorin und Gemüsescout Esther Kern zeigte «am Beispiel Kohlrabiblattchips oder kandierte Fenchelstängel, dass die Verarbeitung spezieller Gemüseteile keine Hexerei ist.»

Mit dabei waren auch Gemüseproduzenten wie Pascal Benninger. Er koordiniert sei 2018 auf dem Ebenrain die «Gmüserei Sissach», die Gemüse im Abo für seine Genossenschafterinnen anbietet. Direkt von seinem Hof kam Dieter Weber, der bekannt ist für seine Kürbisse, die auf seinem Hofgut Obere Wanne in Liestal wachsen. «Er erzählte, wieso man sich bei manchen Kürbissen die Arbeit mit dem Schälen sparen kann.» (bz)