Finanzministerin in einem Kanton wie Basel-Stadt zu sein, müsste wahrlich ein Schoggi-Job sein. Das (Steuer-)Geld fliesst nicht, es strömt. Regelmässig wird das budgetierte Ergebnis übertroffen. Das dürfte auch im nächsten Jahr nicht anders sein, für das Eva Herzog mit einem satten Gewinn rechnet. Selbst exotische Begehrlichkeiten, wie eine Rüebliberatungsstelle, rutschen da locker mal durch. Schliesslich hat man’s ja.

Schwieriger wird es, wenn die Bewohnerinnen und Bewohner auch mal gerne in Form von sinkenden Steuern belohnt werden würden. Die Dauerforderung der Bürgerlichen wird nicht eben gerne gehört. Mit der kantonalen Umsetzung der Steuervorlage 17 wird es soweit sein. Obwohl völlig offen ist, ob die Nachfolge-Vorlage zur gescheiterten Unternehmenssteuerreform III die eidgenössischen Räte unbeschadet passieren wird, soll ein Polster den Basler Staatshaushalt vor gröberen Einschnitten schützen. Diesem Ziel könnte zwar auch das vom Grossen Rat überwiesene Spar-Postulat dienen. Doch davon will die links-grün dominierte Regierung nichts wissen. Schliesslich müssten Leistungen zurückgefahren werden, welche auch die eigene Klientel betreffen. Dazu gehören die Staatsangestellten, die sich über eine als Teuerungsausgleich getarnte Lohnerhöhung freuen dürfen.

Doch dieses Leben als Made im Speck birgt auch Gefahren. Was, wenn die Einnahmen einbrechen? Die folgende Hungerkur wäre brutal hart. Deshalb dürfte man eigentlich erwarten, dass die übergewichtige Verwaltung bereits jetzt fit getrimmt wird.