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Der Schweizer Rock verliert ein ganz grosses Aushängeschild: Nach über 40 Jahren haben Krokus am Montag ihren Abschied angekündigt. Am 7. Dezember 2019 werden Sie im Hallenstadion in Zürich ein letztes Mal die Bühne zum Beben bringen. 

Ein passender Abschied. Waren Krokus doch 1982 die erste Schweizer Band überhaupt, die das Hallenstadion zu füllen vermochten. Gegründet wurde die Band 1975 in Solothurn. Den Durchbruch feierte sie Anfang der 80er Jahre mit geradelinigem, ehrlichen Hard-Rock. Mit Alben wie «Metal Rendez-Vous», «Hardware» oder «One Vice at a Time» räumten die Rocker zahlreiche Preise ab und tourten durch ganz Europa und die USA. 1983 erhielten sie sogar die Ehrenbürgerschaft von Memphis (Tennessee). Mit dem im selben Jahr veröffentlichte Album «Headhunter» erlangten sie Goldstatus in den USA. Der Song «Screaming in the night» dieser Platte gilt als einer der grössten Hits der Band.

Chris von Rohr und Fernando von Arb erläutern bei Tele M1 den Entschluss der Band.

Dem Höhepunkt folgte dann die Krise. Nach Streitigkeiten verliessen in den Folgejahren Gründungsmitglied Chris von Rohr, Sänger Marc Storace und Gitarrist Fernando von Arb die Band. In ständig wechselnden Besetzungen waren Krokus nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Zum grossen Comeback kam es 2008: Marc Storace, Fernando von Arb, Chris von Rohr, Freddy Steady und Mark Kohler rauften sich zusammen und spielten in exakt derselben Besetzung, die 26 Jahre zuvor «One Vice at a Time» eingespielt hatte, vor 10'000 Besuchern im Stade de Suisse. Das 2010 erschienene Album «Hoodoo» landete direkt auf Platz eins und bescherte der Band Platin.

Chris von Rohr: «Gegen den Strom zu schwimmen, hat Krokus stark gemacht»

Im Februar 2015 erhalten die Solothurner Rocker Krokus einen Swiss Award für ihr Lebenswerk. Es ist die erste Ehrung aus der Schweiz. Genau im fehlenden Lob aus der Heimat sieht Mitbegründer Chris von Rohr das Erfolgsgeheimnis der Band.

2019 soll nun Schluss sein. «Wir wollen abtreten, solange wir noch richtig brennen. Das sind wir uns und vor allem unseren Fans schuldig», sagte Chris von Rohr gegenüber Blick. «Es war eine unvergessliche Reise mit allen Höhepunkten und Tiefschlägen», so sein Fazit. (rka)

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Kultig: Krokus anno 1982 in der Sendung «Music Scene».