Insbesondere im nördlichen Kantonsteil besiedelten in den letzten Jahren sowohl Einzeltiere als auch ganze Biberfamilien laufend neue Gewässerabschnitte. Das Potenzial für neue Reviere scheint dort aber allmählich erschöpft, wie die Zürcher Baudirektion in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

Doch im Süden des Kantons dürfte sich der einst ausgestorbene Nager in den nächsten Jahren weiter ausbreiten, wie das neuste Biber-Monitoring der Baudirektion zeigt. Alle drei Jahre lässt die Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Zürich erheben, wo und in welcher Zahl sich Biber im Kanton angesiedelt haben.

Der Biber wird beim Fressen unweit des Bahnhofs Glanzenberg beobachtet.

Während im Norden des Kantons die Anzahl Reviere stabil blieb, nahm sie im Süden zu. Mit rund 400 beobachteten Tieren stieg der Biber-Bestand in den letzten drei Jahren um 29 Prozent, die Zahl der Reviere kletterte um 22 Prozent auf etwa 100.

Mehr Familienreviere

Damit hat die Population stärker zugenommen als in der Vorperiode, die Zunahme der Reviere hat sich gegenüber der letzten Erhebung aber verlangsamt, wie die Baudirektion schreibt. Die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer beobachteten dabei deutlich mehr neue Familienreviere als Einzel- beziehungsweise Paar-Reviere.

Biberreviere im Kanton Zürich

Neue Reviere entstanden etwa im Einzugsgebiet der Glatt sowie entlang der Reuss, der Limmat und der Töss. Ganz neu besiedelt wurde die Kempt, die Töss oberhalb von Winterthur sowie der Bolsternbach bei Kollbrunn. Zudem konnte erstmals auf dem Gebiet der Stadt Zürich einer der scheuen Nager nachgewiesen werden.