Rudolf Schwabe, Direktor Blutspende SRK Schweiz, bestätigte am Mittwoch auf Anfrage einen entsprechenden Bericht von Schweizer Radio SRF. Hepatitis E könne für gewisse geschwächte Patientengruppen wie Chemopatienten oder Schwangere zu schwerwiegenden Problemen bis zu Todesfällen führen.

Der zusätzliche Test verteuert die Blutpräparate. Schwabe erklärte gegenüber der Agentur Keystone-SDA, dass es sich um einen relativ kleinen Zuschlag von unter 10 Franken pro Blutprodukt handeln werde. Das sei im übrigen die erste Preiserhöhung seit 2005.

Zusätzliche Kosten für Spitäler

Die zusätzlichen Kosten werden die Spitäler als Hauptabnehmer übernehmen. Am stärksten betroffen sein werden die Unispitäler, die laut Schwabe relativ viele Produkte benötigen.

Künftig könnten weitere Tests notwendig sein, weil Erreger tropischer Krankheiten während der Sommermonate bereits in Nachbarländern wie Italien und Frankreich aufgetaucht sind. Schwabe führte in diesem Zusammenhang das Chikungunya- und das Westnil-Virus an.

Schwabe erklärte, dass solche Tests vorbereitet würden, für den Fall, dass es zu einer Epidemie käme. Eingeführt würden die Tests aber sicher nicht in diesem Jahr.

Bei den 281'421 Blutspenden des vergangenen Jahres wurden laut der Blutspende-Organisation 2 HIV-positive Blutspenden, 12 Hepatitis-C-positive Blutspenden und 39 Hepatitis-B-positive Blutspenden rechtzeitig entdeckt.