Herausgegeben hat die pädagogischen Unterlagen das internationale Institut für Kinderrechte (IDE) zum Anlass des internationalen Tages für Kinderrechte, der am 20. November begangen wird. Sie sollen Klassen dazu anregen, sich über die in der UNO-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Rechte zu unterhalten. Dieses Jahr steht dabei der Klimawandel im Zentrum, wie das IDE am Dienstag mitteilte.

Der Klimawandel betreffe direkt oder indirekt praktisch alle Kinderrechte, heisst es in den Unterlagen. In den Unterrichtseinheiten, die zwei bis drei Lektionen umfassen, sollen sich Schülerinnen und Schüler altersgemäss an der Suche nach Lösungen beteiligen und sich aktiv für ihre Rechte einsetzen. Für die Bildungsstufen von Kindergarten bis 9. Klasse stehen jeweils für alle drei Zyklen gemäss Lehrplan 21 eigene Materialien in drei Landessprachen zur Verfügung.

Konkret sollen die Kinder anhand von Aufgaben und Experimenten die Folgen des Klimawandels in der Schweiz und anderswo kennen lernen. Zudem sollen sie Kinderrechte, die einen Bezug zum Klimawandel aufweisen, kennen und verstehen, was diese in der Praxis bedeuten. Auch Schutz vor extremen Wetterereignissen wie einem Hitzetag oder Verhaltensweisen, die den Treibhausgasausstoss verringern, bilden einen Teil des Unterrichts.

Umweltgefährdungen sind gemäss dem IDE für Kinder wegen ihrer grösseren körperlichen und sozialen Empfindlichkeit eine besonders schwere Last. "Ausserdem werden sie es sein, die mit den Folgen des Klimawandels zu tun haben werden", schreibt das Institut. Kinder verfügten aber auch über eine bessere Anpassungsfähigkeit und eine grössere Denkfreiheit. Dies erlaube es ihnen, nach neuen Lösungen zu suchen.

Das Dossier zum Kinderrechtstag ist auf der Internetseite des IDE frei verfügbar. Es orientiert sich an den Bestimmungen des UNO-Übereinkommens über die Rechte des Kindes.

https://www.childsrights.org/de/sensibilisierung/unterrichtsmaterialien