Natürlich werden Matches auf dem Rasen entschieden. Mit Vorschlusslorbeeren ist man weder Sieger noch Spitzenklub. Aber der Vergleich zwischen den «Schwarz-Sternen» und dem Aufsteiger aus der Innerschweiz nahm jene Entwicklung, die man aufgrund der beste­henden Stärkeverhältnisse als gegeben bezeichnet.

Obwohl die Partie um 20.15 Uhr angepfiffen wurde, herrschten am Dienstagabend, 28. August, über den «Buschwilerhof» noch hochsommerliche Temperaturen; das Thermoter zeigte um 21 Uhr abends noch 28 Grad. Heiss oder hitzig war die Partie nie, denn von der ersten Minu­te an agierten die Basler, während Goldau reagierte. Bereits nach einer Viertelstunde hatte sich die Elf von Cheftrainer Samir Tabakovic einige Abschlüsse und Tormöglichkeiten er­spielt. Der vermeintliche Führungstreffer durch Dino Babovic wurde vom aufmerksamen, lauffreudigen Ref-Trio jedoch aberkannt – es war vielleicht der einzige «Fehlentscheid» der drei Damen, die einen ganz starken Auftritt hatten.

Frühe Vorentscheidung

Mit dem 1:0 durch Rückkehrer Valon Muslija wurde die Partie auch skoremässig in die richtige Bahn gelenkt. Goldau, das letztes Jahr in seiner interregionalen Zweitliga-Gruppe Zweiter hinter Hergiswil geworden war (und vom Verzicht der Nidwaldner profitierte), hat­te jedoch in der 44. Minute eine grosse Ausgleichschance, als Tobias Walker seine Di­rektabnahme aus kürzester Entferung (weit) über das Gehäuse von Steven Oberle jagte.

Mit dem 2:0 durch Artan Shillova war das Spiel entschieden, als auch wenig später Nicholas Walker nochmals in den Abschluss kam (68.). In der Endphase konnte Dino Babovic und der 18-jährige Luciano Covella (ex-Allschwil) das Skore standesgemäss auf 4:0 erhö­hen. «Blägg» musste für diesen Sieg keinen Champagner-Fussball zeigen. Eine solide, so­lidarische Kollektivleistung reichte, um den Unterschied zwischen einem Dorfklub (neun der Goldauer Kaderspieler haben das Fussball-ABC beim SC Goldau gelernt) und einem ambitionierten Erstliga-Spitzenverein aufzuzeigen. «Wir müssen unsere Punkte nicht ge­gen Black Stars holen, sondern an diesem Samstag zuhause gegen Bassecourt», so der Tenor im Innerschweizer Umfeld. Und die Exponenten waren der Meinung, ja Überzeu­gung, dass «die Basler zu den Gruppenfavoriten gehören».

Bereits an diesem Samstag, 1. September,  kommt es zum nächsten Heimspiel – dem insgesamt vierten Heimauftritt im fünten Saisonmatch. Gegen Zug sind die Basler erneut Favorit – und mit einem weiteren Dreier würde der FC Black Stars seinen 2. Tabellenplatz festigen und Druck auf den bis dato verlustpunktlosen Leader SR Delémont ausüben.