Mit einem Lächeln im Gesicht kommt Albian Ajeti im Bauch der Arena in St. Gallen zum Interview. Soeben hat er bei seinem Nati-Debüt in der Nations League gegen Island mit seinem ersten Ballkontakt überhaupt sein erstes Tor für die Schweizer A-Nationalelf geschossen.

Sechs Minuten sind seit seiner Einwechslung in der 65. Minute vergangen, als er von Sturmkollege Haris Seferovic perfekt in Szene gesetzt wird und nur noch den Fuss hinhalten muss. Ajeti beschreibt sein Debüt-Tor so: „Als Stürmer bin ich oft im Zentrum und versuche die Situation vorherzusehen. Als der Ball raus zu Haris gespielt wurde, war ich sicher, dass er ins Zentrum kommt. Da wusste ich, dass ich in der Mitte parat sein muss.“

Sekunden später ist der Debütant unter einer rotweissen Jubeltraube verschwunden. „Ich wäre schon mit einem Einsatz zufrieden gewesen. Dass es dann so gut geklappt hat, freut mich umso mehr.“ Neben Ajeti gaben gegen Island auch Kevin Mbabu und Djibril Sow ihr Nati-Debüt. Zumindest die Einwechslung des Baslers war im Vorfeld nicht mit Vladimir Petkovic abgesprochen. „Ich wusste von nichts, war aber jederzeit bereit für einen Einsatz“, so Ajeti.

Alles beginnt mit einem Shaqiri-Hattrick

„Es war wirklich ein Super-Super-Tag“, sagt Debütant Ajeti. Ajetis Erinnerungen zur Schweizer Nati beginnen am 6. September 2011. Seit ziemlich genau sieben Jahren arbeitet der Stürmer auf diesem Moment hin. 

Albian Ajeti über seine erste Erinnerung an die Nati.

    

Als die Schweizer Nati im Basler St. Jakob-Park in der EM-Quali gegen Bulgarien 3:1 gewann, stand Ajeti ebenfalls auf dem Rasen. Nicht als Spieler natürlich sondern als Balljunge. 14 Jahre war der FCB-Junior damals alt. An der Seitenlinie verfolgte er, wie seine Helden aus einem 0:1 noch ein 3:1 machten. Heute erinnert er sich: „Xherdan Shaqiri hat damals drei Kisten geschossen. Seit diesem Tag wusste ich: Da will ich einmal hin.“