Der nächste Profi mit Super-League-Erfahrung nach der Liga-Attraktion Mohamed Salah (ex Basel) betritt ein schwieriges Pflaster. Die Erwartungen beim Finalisten der letzten Champions-League-Saison sind um ein Vielfaches höher als in Stoke-on-Trent. Dem FC Liverpool folgen rund um den Globus mehrere 10 Millionen Anhänger.

Xherdan Shaqiri sagt: «Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Liverpool ist ein riesiger Klub mit einer langen Geschichte, grossen Spielern und einem fantastischen Trainer. Ich bin wirklich glücklich und froh, hier zu sein.»

Das Video: Xherdan Shaqiris erster Arbeitstag in Liverpool

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Shaqiri wird bei Liverpool mit der Rückennummer 23 spielen – so wie auch in der Schweizer Nationalmannschaft.

Jürgen Klopp dirigiert in Anfield einen Klub, der im letzten Geschäftsjahr 411 Millionen Euro umsetzte. Entsprechend ist die Dichte an Hochlohnbezügern. Im rechten Couloir balgen sich renommierte Spezialisten aus dem englischen und niederländischen Nationalteam um Spielzeit; der Deutsche Emre Can hingegen ist in Richtung Turin weitergezogen.

Jürgen Klopp: «Da muss man gar nicht überlegen: Wenn ein Spieler von seinem Format verfügbar ist, dann musst du zugreifen, wenn du schlau bist.»

Bis im Januar 2015 gehörte Shaqiri zum erlauchten Kreis von Bayern München. In der Bundesliga wäre der Aufstieg zum Schweizer Topstar vorgesehen gewesen. Dann allerdings kam der Bruch. Der Flügel flüchtete zu Inter Mailand; das Intermezzo im Norden Italiens stellte sich als beidseitiges Missverständnis heraus.

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Xherdan Shaqiri: «Als Spieler willst du immer auf der grössten Bühne stehen. Ich wollte schon vor einigen Jahren nach Liverpool wechseln, aber es klappte damals nicht. Ich bin glücklich, dass ich nun endlich hier bin. Ich will Titel gewinnen, darum bin ich hier.»

Nächster Anlauf, neue Liga: Stoke City lockte den Champions-League-Sieger mit einem vorzüglich dotierten Mehrjahresvertrag in die Premier League. Nach zwei eher dezenten Jahren stieg er nun aber ausgerechnet am Ende der persönlich besten Kampagne erstmals in seiner Laufbahn ab. 30 Skorerpunkte und diverse auffällige Dribblings in 84 Partien auf der Insel genügten gleichwohl für das Comeback in der europäischen Bel-Etage. Anders ist die Vereinbarung mit den «Reds» nicht zu werten. Ab sofort steht Shaqiri wieder Woche für Woche unter grossflächiger Beobachtung.

Welchen Schub der Transfer in der Nati auslösen wird, bleibt abzuwarten. Vom Topskorer und dreifachen WM-Teilnehmer kamen zuletzt gemessen an seiner Klasse zu wenig regelmässig entscheidende Inputs. Nur einen Treffer hat der Spektakelmacher in seinen letzten zwölf Länderspiele vorzuweisen.

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