Zwei Tage nachdem er im WM-Rennen der Moto2-Klasse für einen handfesten Skandal gesorgt hatte, gab Romano Fenati seinen Rückzug vom Motorradsport bekannt. «Ich werde jetzt für eine Weile im Eisenwarenladen meines Opas arbeiten, mit ihm und Mama», erklärte der 22-Jährige in einem Interview der italienischen Tageszeitung «La Repubblica».

Der Italiener hatte am Sonntag während des Rennes bei einer Geschwindigkeit von rund 200 Stundenkilometern an den Lenker seines Konkurrenten Stefano Manzi gegriffen und den Bremshebel gezogen. Damit brachte er seinen Landsmann und sich selber in Lebensgefahr.

«Unverzeihlich»

Nach kurzem Schlingern hatte Manzi sein Fahrzeug wieder unter Kontrolle. Dennoch gibt sich das Opfer der hinterhältigen Attacke unversöhnlich: «Eine Handlung, bei der ein Gegner versucht, einen Rivalen mit über 200 Stundenkilometern zu töten, indem er den Bremshebel betätigt, ist unverzeihlich», erklärte Manzi gegenüber dem Portal «gpone.com».

Fenatis Rücktritt ist letztlich nicht mehr viel mehr als eine Vollzugsmeldung des Unumgänglichen. Für ihn wäre es nach seiner Aktion ohnehin schwierig geworden, einen neuen Arbeitgeber im Motorradsport zu finden. Von seinem Team Marinelli Snipers war Fenati, der 2016 wegen Undiszipliniertheiten bereits aus Valentino Rossis Sky Racing Team by VR46 gestrichen wurde, bereits am Tag nach dem Moto2-Rennen in Misano entlassen worden.