Eigentlich plante Martigny, sich erst für die Periode von 2022 bis 2024 um die Austragung des Rad-Grossanlasses zu bewerben. Der unerwartete Rückzug von Vicenza für 2020 hat die Walliser nun aber dazu bewogen, ihr Dossier beim Weltverband UCI frühzeitig einzureichen. So steht es auch nicht in Konkurrenz zu Bern und Zürich, die ab 2022 eine Kandidatur in Betracht ziehen.

Die UCI wird bereits Ende September anlässlich der Weltmeisterschaften in Innsbruck über den WM-Austragungsort von 2020 entscheiden. 2019 finden die internationalen Titelkämpfe in der nordenglischen Region Yorkshire statt.

Das Budget für die Grossveranstaltung im Unterwallis beläuft sich auf knapp 20 Millionen Franken. Martigny konnte im Rahmen der Schweizer Meisterschaften vor zwei Jahren bereits erste Erfahrungen bei der Veranstaltung grösserer Radrennen sammeln.

2009 war mit Mendrisio das letzte Mal ein Schweizer Ort Schauplatz der Strassen-WM. Fabian Cancellara gewann damals seine dritte Zeitfahr-Goldmedaille. Den WM-Titel im Strassenrennen sicherte sich der Australier Cadel Evans.