Er war schon vieles: Senkrechtstarter, Teenie-Idol, Prügelknabe. Auch auf dem Feld zeigte sich Xherdan Shaqiri vielseitig, spielte schon auf beiden Flügeln. Nati-Rekordtorschütze Alex Frei prophezeite ihm gar eine Weltkarriere, allerdings als Aussenverteidiger. Sein Traum aber war es immer, im Zentrum zu agieren. Als Spielmacher. Nun erfüllte ihm Nati-Trainer Vladimir Petkovic diesen Wunsch, liess den 26-Jährigen gegen Island und England dort spielen.

75 Länderspiele hat Xherdan Shaqiri seit seinem Debüt am 3. März 2010 beim 1:3 gegen Uruguay bestritten und dabei 22 Tore erzielt. 13 Mal spielte Shaqiri für die Schweiz schon hinter der Spitze und erzielte dabei sagenhafte 9 Tore. Drei davon im kapitalen WM-Gruppenspiel gegen Honduras vor vier Jahren. Keine Frage: Auf der Position, die bisher meist Blerim Dzemaili bekleidet hatte, fühlt sich der Mann vom FC Liverpool besonders wohl. 

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Petkovic lobt «extrem gute Leistung»

Das bestätigt auch Nati-Trainer Vladimir Petkovic. Gegenüber dem Schweizer Fernsehen attestiert er dem Baselbieter zwei gelungene Auftritte, besonders gegen Island sah er eine «extrem gute Leistung – gegen hinten, zur Seite, gegen vorne.» Selber sagte er nach dem 6:0: «Es ist bekannt, dass ich mich auf dieser Position wohl fühle. So kann ich der Mannschaft noch mehr helfen.» Obwohl glücklos im Abschluss, gefiel er auch beim 0:1 gegen England.

Vladimir Petkovic plant mit Xherdan Shaqiri im Zentrum.

Gerne hätte man danach von ihm gehört, wie er seine Leistung einschätzt. Doch Shaqiri schwieg, auch gegenüber dem Fernsehen. Vielleicht, weil ihm zuletzt jeder Nebensatz im Mund umgedreht wurde. Daraus dass er an der Entschuldigungs-Sause der Nati das Wort «Bergler» in den Mund genommen hatte, wurde ihm sofort ein Strick gedreht. Shaqiri nach dem Island-Spiel: «Wir haben bewiesen, dass es 'Chabis' ist, was geschrieben wurde.»

Halb so schlimm: Wir sehen Shaqiri lieber wirbeln, statt sich um Kopf und Kragen zu reden. 

Länderspiel: Schweizer Nati zufrieden mit der Leistung

Trotz 0:1-Niederlage sind die Schweizer mit ihrer Leistung im Testspiel gegen England zufrieden. Nach dem Spiel antwortet Vladimir Petkovic auf die Frage, ob er überrascht gewesen sei, dass die Schweiz so oft im Ballbesitz gewesen war.