Bargeld werde zwar am häufigsten genutzt, die Debitkarte liege umsatzmässig jedoch auf dem ersten Platz.

Und zwar ganz knapp: 37 Prozent der Ausgaben werden von Herrn und Frau Schweizer mit der Debitkarte bestritten, 36 Prozent mit Bargeld. Für 23 Prozent der Ausgaben wird die Kreditkarte gezückt, wie eine am Dienstag publizierte Umfrage zeigt.

Die so genannten "Mischzahler" sind laut der Studie in der Überzahl. Die würden je nach Situation unterschiedliche Zahlungsmittel verwenden. Welches Zahlungsmittel wann zum Einsatz komme, sei unter anderem von Zahlungsort und der Höhe des Betrags abhängig.

Kleine Beträge in bar

So dominierten im umsatzstarken Detailhandel Kartenzahlungen. Bargeld werde dagegen häufiger in Restaurants, Bäckereien, an Kiosken oder Take-aways sowie bei Automaten eingesetzt. Die Kreditkarte wiederum werde bei längerfristige Anschaffungen verwendet, an Tankstellen oder auf Reisen.

Vor allem Kleinbeträge im Laden bis 20 Franken würden noch überwiegend in bar beglichen. Erst oberhalb dieses Betrags kämen die Kartenzahlungen zum Zug. Im Durchschnitt trage jeder Einwohner der Schweiz 65 Franken in seinem Portemonnaie mit sich herum.

Wandel zeichnet sich ab

Die Schweizerische Nationalbank war in ihrer im Mai vorgestellten Zahlungsmittelumfrage 2017 noch zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen: Laut dieser wurden 70 Prozent der erfassten Zahlungen in bar abgewickelt, am Wert gemessen 45 Prozent der Ausgaben. Und laut der SNB-Umfrage stecken bei jedem Schweizer mit 133 Franken doppelt so viel im Geldbeutel.

"Bargeld ist zwar nach wie vor nicht aus dem Alltag wegzudenken, jedoch wächst das Interesse an anderen Zahlungsmitteln bei der Schweizer Bevölkerung stetig", wird Bettina Gehring, ZHAW-Forscherin und Mitautorin der Studie, in der Mitteilung zitiert. Beim Zahlungsverhalten zeichne sich allmählich ein Wandel ab.

Kontaktloses Bezahlen mit Potenzial

Neue digitale Bezahlformen würden hierzulande mit Umsatzanteilen im einstelligen Bereich noch verhalten genutzt.

So liege der Umsatzanteil von kontaktlosem Bezahlen bei knapp 7 Prozent, derjenige von mobilem Bezahlen sogar unter 2 Prozent. Trotzdem stünden die Chancen gut, dass sie zukünftig Fuss fassen werden.